Wanderwochenende der Männerriege 2018
​​​​​​​im Südschwarzwald.

Leuchtend rot stieg die Sonne am Horizont in den noch frischen Morgen, als sich am 8. September 25 Männerriegler auf dem Parkplatz von Madörin versammelten. Pünktlich um 8.00 Uhr stiegen wir in den bereitstehenden Apfelcar der die fröhlich gelaunten Fahrgäste auf direktem Weg zum Bahnhof Blumberg-Zollhaus chauffierte, der unweit hinter dem Schaffhauser Hauptzoll liegt. Der Reiseplaner Dieter Brucker erinnerte uns nochmals an die Eckdaten vom heutigen Tagesprogramm. Nach der einstündigen Fahrt waren wir bereits am ersten Etappenziel, wo wir uns vom Carchauffeur schon wieder verabschieden mussten.
 
Vor unserem Abmarsch hatten wir noch Zeit für einen Rundgang im Museum des Bahnhofs Blumberg-Zollhaus.
Zwischen 1887 und 1890 von der Großherzoglichen Badischen Staatsbahn in erster Linie unter militärstrategischen Gesichts-punkten erbaut, ist vor allem die verschlungene Trasseführung der Wutachtalbahn (im Volksmund "Sauschwänzlebahn" genannt) bis heute eine besondere Attraktion. Mit ihren Viadukten, Kehrschleifen und Tunnelbauwerken bildet die Bahn ein beeindruckendes Zeugnis der Ingenieurbaukunst des 19. Jahrhunderts. Anhand von Plänen, Zeichnungen und Fotos wird der Bahnbau und Bahnbetrieb dokumentiert. Die Ausstellung umfasst auch eine Modellanlage der Wutachtalbahn und die originalgetreu aufgebauten Steuerungsarmaturen aus dem Führerstand einer Dampflokomotive. 
Nach dem fassen der „Vespertüten“ starteten wir die geführte Wanderung. Die ganze Schönheit der Natur und Technik der Sauschwänzlebahn lassen sich während dieser Wanderung erleben. Einzigartige Aussichten erschließen die gewundene Linienführung der Bahn, welche mit eindrucksvollen Tunnel und Viadukten den Höhenunterschied überwindet.
Darüber hinaus erfuhren wir von Informationstafeln Interessantes über Heimat, Tradition und auch die Herstellung des Schwarzwälder Schinkens wurde aufgezeigt. Nach der Wanderung genossen wir die historische Dampfzugfahrt zurück zum Bahnhof Blumberg-Zollhaus. Von dort fuhren wir mit dem Bus nach Stühlingen wo wir übernachteten. 
Im historischen Landgasthof „Rebstock“ wurde uns ein feines Nachtessen serviert. Vor dem Dessert besichtigten wir noch das Bauernmuseum in der alten Scheune vom „Rebstock“. Auf 3 Ebenen präsentiert sich eine Sammlung einzigartiger Raritäten die in vielen Jahren Sammelleidenschaft zusammengetragen wurde. Traktoren und Bulldogs bis in die 20iger Jahre zurück, auch bekannte Typen von Schweizer Traktoren wie Hürlimann, Bührer und Köpfli sind hier zu bewundern. Ein weiterer Schwerpunkt des Museums sind bäuerliche Gerätschaften von der Getreidemühle über Erntemaschinen, Kettensägen, alte Fahrräder, Motorräder der unterschiedlichsten Typen etc.
Am Sonntagmorgen starteten wir auf eine kurze Wanderung über den Schweizerzoll nach Schleitheim und mit dem Postauto fuhren wir anschliessend bis zum Rheinfall. Nach einem einstündigen Aufenthalt wanderten wir zur Schifflände in Schaffhausen, einige bevorzugten allerdings den Bus für diesen Weg.
 Kurz nach dem Ablegen des Kursschiffes nach Diessenhofen wurde uns auch schon das Mittagessen serviert. Vom Oberdeck genossen wir anschliessend die Fahrt auf einer der schönsten und abwechslungsreichsten Flussstrecke des Rheins. Wegen dem Niedrigwasserstand mussten wir in Diessenhofen auf die Bahn umsteigen bis Stein am Rhein. Anschliessend machten wir einen kurzen Fussmarsch zum Clubhaus des örtlichen Fussballclubs, wohin uns Willi Huber zu einem gemütlichen Höck eingeladen hatte um mit ihm seinen heutigen Geburtstag zu feiern. Zwei Töchter von Willi führen dieses schöne Clubhaus und bewirteten uns vorzüglich. Kulinarisch gestärkt und den Durst gelöscht ging es mit dem Postauto heimwärts.

Herzlichen Dank Willi für die grosszügige Einladung und Dieter für die Planung von diesem schönen Ausflug. 
                                                                                                                                 Kurt Breitenmoser