Turnfahrt 2014 der Männerriege mit „Sackbefehl“.

Am Mittwoch vor der Turnfahrt in die Gegend des Albula wurden wir von Organisator Hansruedi Jöhr, noch über die wichtigsten Eckdaten der geplanten Reise informiert. Schwerpunkt war der „Sackbefehl“ der laute​te: Jeder soll ein Sackmesser und einen Zinnbecher mitnehmen. Am Samstag, 6. September 2014 bestiegen die 20 reiselustigen Männerriegler den Zug Richtung Rorschach. Schon am Bodensee wurden wir von den ersten Sonnenstrahlen begrüsst und der Wetterbericht prophezeite seit langem wieder einmal ein herrliches Wochenende. Kaum im Rheintal Express Richtung Chur wurde der Erste „Sackbefehl“ ausgelöst. Schnell wurden die Rucksäcke hervorgerissen und nach dem Zinnbecher gegraben. Denn keiner wollte zu kurz kommen vom feinen Weisswein „Jöhr13“zu kosten. Aber kein Problem, der Rucksack von Hansruedi war gut gefüllt.
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Um die Mittagszeit sind wir dann in Alvaneu angekommen. Direkt ging es zum nahen Golfplatz Restaurant wo wir uns für die anstehende Rundwanderung stärkten. Beim Anblick der bestellten Menus glaubte man eher an eine kulinarischen Reise, als an eine Turnfahrt. Aber als dann die Rechnung für den Wein präsentiert wurde, gab es doch fragende Gesichter.Nach dem ausgiebigen Essen machten wir uns auf die Rundwanderung entlang der Albula, des Landwassers und des Schaftobelbaches und den Wasserweg. Der Weg führte an Schwefel- und Eisenquellen sowie dem Landwasserviadukt vorbei. Der Landwasserviadukt ist das grösste und zugleich spektakulärste Bauwerk auf der 63 Kilometer langen Albulastrecke zwischen Thusis und St. Moritz. Nach dem kurzen aber steilen Aufstieg zur Aussichtsplattform, wurden wir belohnt mit einem herrlichen Ausblick auf den imposanten Landwasserviadukt.

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Schnell wurden IPhone und Kamera bereit gemacht um den nächsten Zug bei der Ueberfahrt  oder Tunneleinfahrt zu knipsen.   Nach dem kurzen Abstieg ging es weiter auf dem Wasserweg. Bei einem schönen, als Bar eingerichtetem Tipizelt, schalteten wir einen Marschhalt ein um uns mit einem Bier zu stärken. Auf diesem erlebnisreichen Weg wurden wir mit dem Element Wasser vertraut. Wasser wird in seinen vielfältigen Facetten sinnlich erfahrbar.

Zurück beim Ausgangspunkt der Rundwanderung, beim Thermalbad in Alvaneu,  nutzten viele die Zeit bis zum Abendessen mit einem entspannenden und wohltuendem Bad. Andere überbrückten die Zeit mit einem Jass. Das Kartenglück war diesmal nicht auf der Seite von Walter und Max.
Am Sonntagmorgen schlenderten wir gemütlich zum Bahnhof Alvaneu. Hansruedi Jöhr hatte es geschafft, dass der Zug Richtung Engadin extra für uns einen ausserordentlichen Halt einlegte. Selbst die Wirtin vom nahen Gasthof war erstaunt, dass dies möglich war. So reisten wir mit dem Panoramazug über den eindrücklichen Landwasserviadukt bis nach Breda. Beim Abmarsch teilte sich die Gruppe auf. Eine kleine Gruppe wanderte direkt hinunter nach Bergün. Alle andern machten den zusätzlichen kurzen Aufstieg zum schönen Bergsee „Lai da Palpuogna“.  

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Der blaugrüne See ist in eine traumhaft schöne und friedliche Bergwelt eingebettet und lädt zum Entspannen ein. Nicht umsonst sagen die Bündner, dies sei der schönste Bergsee der Schweiz. Auch hier war wieder „Sackbefehl“ angesagt und schnell wurden die Becher ausgegraben und mit einem etwas „durchgeschütteltem“ Ottenberger gefüllt. Er mundete aber trotzdem ausgezeichnet. Nach einem kurzen, herrlichen Rundgang um den See machten wir uns wieder an den Abstieg hinunter nach Breda. Anschliessend nahmen auch wir den Bahnerlebnisweg unter die Füsse. Der beschauliche Lehrpfad ist eine Bahnerlebnisweg mit insgesamt 26 Themenstationen. Die Besucher erhalten Informationen über die architektonische und technische Pionierleistung, welche nötig war, um die Bahnlinie in die wilde Landschaft einzubetten. Anekdoten und Erzählungen berichten vom Leben entlang der Albulalinie und öffnen den Blick hinter die Kulissen dieses UNESCO Weltkulturerbes. Danach ging es hinunter Richtung Bergün. Wie könnte es auch anders sein, im Gartenrestaurant beim Bahnhof Bergün stiessen wir  wieder zu der Gruppe,  die direkt den Erlebnisweg gemacht hatte. Nach einem guten Schluck, bestiegen wir wieder den Zug Richtung Heimwärts.
Herzlichen Dank an Hansruedi für die Organisation der eindrücklichen Turnfahrt, und an die Weinspender und deren Träger!
                                                                                                               Kurt Breitenmoser                                                                           

Hier noch einige weitere Fotos der Turnfahrt!

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