Wanderwochenende der MR Märstetten

Das diesjährige Wanderziel war die Rigi – Königin der Berge.  Schon Mark Twain, amerikanischer Reiseschriftsteller schrieb 1897:  Rigi „den schönsten Flecken Erde auf dem ich je geruht habe“. Die Appenzeller sehen dies sicher anders mit dem Säntis und die Berner  mit „Eiger, Mönch und Jungfrau“.
Am Samstag, 5. September 2015 bestiegen die 15 reise-lustigen Männerriegler den Zug Richtung St.Gallen, wo wir auf den Voralpenexpress umstiegen. Schon auf der Fahrt Richtung Ricken öffnete Hansruedi Jöhr seinen schweren Rucksack und stellte zwei Flaschen Weisswein „Jöhr14“ auf das Tablett. Schnell wurden die Rucksäcke hervorgeholt und nach dem Zinnbecher gegraben. Denn keiner wollte zu spät kommen, den feinen Weisswein vom Bachtobler Rebhang zu kosten. Die Becher liessen wir uns mehr als nur einmal füllen.
Während der Bahnfahrt Richtung Arth-Goldau verdunkelte sich der Himmel zusehens und es begann auch zu regnen. In Goldau stiegen wir auf die Rigibahn um und holperten im 60-jährigem Wagen bis Rigi-Klösterli. Nun hiess es: Rucksäcke umhängen und einen kurzen Aufstieg zum Bergrestaurant „Timpel​weid“ machen.
Nachdem sich die Meisten mit „Schnipo“ gestärkt hatten, wa​nderten wir weiter nach Rigi-Scheidegg. Die Rigi zeigte sich nicht von seiner schönsten Seite, die herrliche Sicht auf den Vierwaldstättersee wurde nur gelegentlich von den Nebelschwaden etwas frei gegeben. Auch nicht ganz ohne Regen erreichten wir nach etwas mehr als einer Stunde das Berggasthaus Rigi-Scheidegg.

Nach dem Bezug der Unterkunft war für uns das Wetter bald mal Nebensache, obwohl ein richtiger Schauer mit Eisregen nieder prasselte. Mit dem letzten Bier vor dem feinen Abendessen wurde der Appetit so richtig angeregt. Dies war auch nötig so, mit einem Salatbuffet wurde das Abendessen eröffnet, gefolgt mit Hauptgang- und Dessertbuffet. Am Buffet wurde zugegriffen, als hätten wir eine Marathon Wanderung zurück gelegt, dabei war es doch eher ein lockerer Spaziergang.

Am Sonntagmorgen wurden wir nicht mit Sonnenstrahlen geweckt, sondern es war sogar noch etwas kälter als am Vortag. Der Gastwirt informierte uns noch , dass die Luftseilbahn Brunnen-Urniboden ausser Betrieb sei. Dies nicht etwa wegen Reparaturarbeiten, sondern wegen internen Differenzen der Bergbahnenbetreiber. So konnte die geplante Wanderung nach Brunnen nicht gemacht werden.
Stattdessen wanderten wir hinunter nach Hinterbergen. Schnell zeigte sich, dass zwei Kollegen etwas Probleme mit dem Abstieg hatten. Unser besorgter Reiseleiter Köbi kümmerte sich um die Beiden, während wir mit raschen Schritten Richtung Bergrestaurant „Hinterbergen “ hinunterstiegen. Bei der ersten Alphütte hatten sie angeklopft und ihr Problem geschildert. Schnell hat sich der Senn anerboten, die beiden mit seinem Aepi-Transporter zu uns hinunter zu chauffieren. Richtig durchgeschüttelt durften sie direkt vor dem Restaurant absteigen, wo wir bereits am feinen Mittagessen waren.


Bis auf drei Turner bestiegen nachher alle die Luftseilbahn hinunter nach Vitznau. Diese Drei brauchten noch den zusätzlichen Abstieg ins Tal, damit auch sie mit der Tagesleistung zufrieden sein konnten. 

Mit dem Kursschiff ging es nach Luzern. Die einstündige Fahrt auf dem Vierwaldstättersee haben wir genossen trotz frischem Wind. Auffallend war, wie all die schönen Hanglagen gegen Luzern in den letzten Jahren verbaut wurden. Nach einem kurzen Aufenthalt in Luzern bestiegen wir den Zug Richtung Zürich/Weinfelden.

Herzlichen Dank an Köbi Keller und Heinz Nater für die Organisation der Turnfahrt auf den schönsten Berg der Schweiz!                                          

                                                                                                                           Kurt Breitenmoser

Hier noch einige weitere Bilder vom Rigi Ausflug.
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